Die Pyramiden von Gizeh
Sep 9th, 2008 by Katharina
Heute reisen wir in das Land der Pharaonen. Auf geht’s nach Ägypten! Wir möchten eines der Sieben Weltwunder der Antike besuchen, und zwar das Einzige, das heute noch erhalten ist. Deshalb begeben wir uns in die Wüste, circa 15 Kilometer von der Innenstadt von Kairo auf der linken Seite des Nils. Im Wüstensand erheben sich vor unseren Augen plötzlich drei riesige Pyramiden: die Cheops Pyramide, der Chephren Pyramide und die Mykerinos Pyramide. Um sie herum können wir kleine Pyramiden entdecken, Grabstätten für die Frauen der großen Pharaonen. Unglaublich, aber wahr: wir stehen vor den Pyramiden von Gizeh.
Die Pyramiden von Gizeh wurden in den Jahren 2620 bis 2500 vor Christus erbaut und sind somit rund 4500 Jahre alt. Die größte Pyramide ist die des Pharaos Cheops. In dieser beeindruckenden und zudem höchsten Pyramide der Welt wurde Cheop einst begraben. Leider wurde sein mumifizierter Leichnam nie gefunden. Experten vermuten, dass die Pyramiden schon zu den Zeiten der Pharaonen ausgeraubt wurden. Wir laufen an dem riesigen Totentempel aber vorbei und begeben uns zu der sagenumwobenen Sphinx von Gizeh. Der riesige liegende Steinlöwe mit einem Menschenkopf und abgebrochener Nase schaut über uns hinweg. Schmunzelnd denken wir an den Comic-Band „Asterix und Kleopatra“, der Obelix für den Verlust der Nase verantwortlich macht, weil er mit seinem enormen Gewicht über die Nase kletterte und diese daraufhin abbrach. Kichernd fällt uns eine weitere Geschichte über die Sphinx ein und wir erinnern uns – wieder ernster - an Ödipus, der das Rätsel der Sphinx lösen musste:
Es gibt auf Erden etwas, das hat zwei Füße, vier Füße und drei Füße und nur eine Stimme; von allen Wesen, die sich auf der Erde kriechend, in der Luft und im Meer bewegen, wechselt es allein seine Gestalt. Aber wenn es auf die meisten Füße gestützt einhergeht, dann ist die Geschwindigkeit seiner Glieder am geringsten.
Könnt Ihr Euch noch an die Antwort erinnern? Ödipus antwortet der Sphinx:
Du meinst den Menschen: wenn er über die Erde geht, ist er zu erst ein Säugling auf allen Vieren; doch ist er alt, so stützt er sich auf seinen Stock, als seinen dritten Fuß und vermag kaum den Kopf zu heben, weil das Alter ihn beugt.
Ehrfürchtig schauen wir zu dem Wesen hinauf, das nach so vielen Jahren noch immer die Pyramiden bewacht. Und dann drehen wir uns um und gehen zurück an unseren Schreibtisch.