Sossusvlei - Roter Sand und Dünen
Okt 7th, 2008 by Katharina
Es ist noch dunkel. Wir stehen am Fuße der höchsten Dünen der Welt und machen uns auf den Weg nach oben. Wir greifen nach dem feinen Sand auf dem wir stehen und lassen ihn uns durch die Finger rieseln. Es ist vielleicht Sechs in der Früh und wir sind noch etwas verschlafen. Wir kraxeln die Düne 45 hinauf und der Schweiß bricht uns aus. Das hätten wir uns nicht so anstrengend vorgestellt! Wir fangen an zu japsen, uns tun die Beine weh, aber wir klettern brav weiter. Oben angekommen lassen wir uns erst einmal fallen und versuchen keuchend wieder zu Atem zu kommen. Unglaublich, jetzt sitzen wir auf dem schmalen Kamm einer der höchsten Dünen in der Namiba-Wüste und blicken hinaus in die gerade erwachende Welt.
Wir warten auf den Sonnenuntergang. Die afrikanische Sonne geht ungewöhnlich schnell auf und taucht die Dünenlandschaft schnell in ein orangefarbenes Licht. Die umliegenden Sandberge beginnen rot zu leuchten und wir bekommen eine Gänsehaut bei diesem beeindruckenden Naturschauspiel. Auf dem Boden strahlen in weiß die Salzpfannen, dazwischen ein paar verdorrte Äste. Und plötzlich kommt eine Kindheitserinnerung in unser Gedächtnis und wir fangen an leise das Lied von Lucky Luke zu singen:
Einsamer Cowboy,
bist so weit, weit von Zuhaus’,
überall hast Du Freunde,
willst nicht Dank und nicht Applaus,
Und Dein Weg zu neuen Taten,
ist noch viele Meilen lang,
reite weiter, immer weiter
in den Sonnenuntergang…
Nun müssen wir lächeln, denn wir stellen uns vor, wie Lucky Luke mit seinem Pferd Jolly Jumper Richtung Horizont reitet. Nun aber nichts wie runter von der Düne. Mit viel Lachen und Kichern springen wir den Sandberg hinunter und unten angekommen haben, müssen wir erst einmal die Schuhe ausziehen und ausklopfen, um den ganzen Sand wieder loszuwerden. Das war wirklich ein toller Ausflug! Namibia ist wirklich beeindruckend!