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Copyright by Peashooter/Pixelio

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Heute wollen wir in den Norden reisen und uns eine wunderschöne Stadt in der Nähe der deutschen Grenze anschauen. Wir reisen in die einst preußische Stadt Hadersleben, die heute Haderslev heißt und zu Dänemark gehört. Sie liegt direkt an der Haderslebener Förde und zählt rund 32.000 Einwohner. Sie wurde im 12. Jahrhundert gegründet und bis heute lassen sich hier viele wunderschöne Fachwerkhäuser bewundern, obwohl die Stadt durch die Großbrände in den Jahren 1627 und 1759 fast vollständig zerstört wurde.

Wir beginnen unsere Stadterkundung von Haderslev auf dem höchsten Hügel der Stadt, auf dem die gotische Domkirche „Vor Frue Kirke“ bzw. „Marienkirche“ steht. Sie ist die größte Kirche im Süden Dänemarks und hat seit 1920 den Status einer Domkirche. Sie ist aus rotem Backstein errichtet und besteht aus einem dreifachen Längsschiff, einem Querschiff, einem Hochchor, einer barocken Eingangshalle, einer Sakristei und einigen Kapellen. Wir treten in das Innere des Gotteshauses. Hier ist es kühl und angenehm ruhig. Sehr groß und hell ist es hier. An der Decke hängen wunderbare Kronleuchter aus Messing aus dem 17. Jahrhundert. Eins, zwei, drei… sechzehn Stück sind es, die hier in der Kirche hängen! Am berühmtesten ist aber die Orgel der Marienkirche. Sie befindet sich über der Westempore. Ehrfürchtig und mucksmäuschenstill schleichen wir uns zurück zum Ausgang und treten wieder hinaus ins Tageslicht. Wir gehen in südöstlicher Richtung zu den schönsten Häusern der Stadt, die liebevoll restauriert wurden und dessen Rokokogiebel unseren Blick sofort gefangen nehmen.

Bevor wir heute aber unseren Ausflug beenden, wollen wir noch einen kurzen Abstecher zum See von Haderslev machen, dem Haderslev Dam. Hier fährt von Mai bis September das kleine Fjordboot „Helene“ und bietet tolle Ausflüge über den See und dem Fjord entlang an. Plötzlich entdecken wir einen wunderschönen Vogel am Seeufer. Wir trauen unseren Augen kaum – es ist ein Eisvogel! Wir erkennen ihn an seinem türkisfarbenen, schillernden Federn und seinem orangefarbenen Bauch. Einfach fantastisch! Wir ziehen die Jacke aus und holen unsere Kamera heraus, um ein Foto von diesem herrlichen Vogel zu machen. Neben uns steht eine weitere Touristin. Sie spricht uns an: “Wussten Sie, dass der Eisvogel zum Vogel des Jahres 2009 ernannt wurde?“. Wir verneinen. „Ja, ja, wenn ich es Ihnen sage! Er steht traurigerweise auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Seine Lebensräume sind kaum noch vorhanden, trotz Verbesserungen beim Gewässerschutz. Es ist wirklich traurig, finden Sie nicht?“, plappert sie munter weiter. Aber wir müssen ihr zustimmen. Es ist traurig, dass so ein bezaubernder Vogel um sein Überleben kämpfen muss. Plötzlich breitet der Eisvogel seine Flügel aus und fliegt davon. Und schon nach kürzester Zeit haben wir ihn aus den Augen verloren. Und nun müssen auch wir uns auf den Weg machen, drehen uns um, verabschieden uns von der netten Dame zu unserer Linken und kehren zurück in unseren Alltag.

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