Ab ins Eis
Sep 24th, 2008 by Katharina
Unser Reiseziel ist heute der „Garten Eden“ Alaskas. Wir machen uns auf den Weg in den 1980 gegründeten Kenai Fjords Nationalpark. Er ist knapp 2.700 Quadratkilometer groß und liegt circa drei Autostunden entfernt südlich der Stadt Anchorage. In dieser weißen, nahezu unberührten Gegend finden sich klare Bergseen, wunderschöne Fjorde – das sind schmale, verästelte Meeresarme mit steil aufragenden Hängen – und Flüsse mit Lachsen.
Wir buchen eine kleine Bootstour und begeben uns in einem Boot aufs Meer. Wir sehen beeindruckende Gletscher, die uns den Atem rauben. Plötzlich bricht ein Teil vom Gletscher weg und fällt ins Meer. uns klopft das Herz bis zum Hals – ein wirklich fantastisches Erlebnis! Der Reiseführer schreibt, dass man hier auch Wale sehen kann. Aber wir haben bisher (nur) Seehunde, Seeotter und tausend, verschiedenen Seevögel gesehen. der Wind bläst uns kühl um die Nase und plötzlich sind wir uns nicht mehr so sicher, ob wir wirklich nicht seekrank sind. Wir holen unser iPhone aus der Tasche und schauen, wie viel Uhr es ist, um zu wissen, wie lange wir schon auf dem Boot sind. Wir beschlie0en statt per Boot, den Nationalpark doch lieber per Helikopter zu bewundern. Wir schließen die Augen und denken uns in das Cockpit eines Hubschraubers. Wir blicken aus dem Fenster und sehen unter uns das Gletschergebiet Harding Icefield, das nach dem US-Präsidenten Warren G. Harding benannt ist. Das Gebiet besteht aus sagenhaften 32 Gletschern, wovon acht in die Fjorde des Golfs von Alaska münden. Wir könnten noch stundenlang so über die eisigen Berggipfel fliegen, aber der Alltag ruft und so kehren wir wieder zurück vor unseren Computer.
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