Benvenuti a San Remo!
Feb 20th, 2009 by Katharina

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Herzlich Willkommen in San Remo, dem italienischen Kurort an der Blumen-Küste (Riviera dei Fiori) in Ligurien. Wo man hinschaut üppige Gärten, überall wächst die wunderschöne und farbenfrohe Bougainvillea und an der Strandpromenade ragen riesige Palmen in den leuchtendblauen Himmel. Prachthotels und eines der berühmtesten Spielkasinos der Welt sind hier zu Hause und ein Sparziergang durch die verwinkelte, malerische Altstadt zaubert uns ein fasziniertes Lächeln ins Gesicht! Vergnügt laufen wir durch San Remo, lauschen dem „Ciao“ und dem „Come stai?“ der Einwohner und genießen den schönen Tag.
Bei einem köstlichen Glas Rotwein, einem Rossese aus im Hinterland von San Remo, sitzen wir in einer kleinen Pinte und genießen das italienische Flair. Der Rossese schimmert einladend in dem großen Glas und wir schwenken es und nehmen erneut einen Schluck des wunderbaren Weines. Der Rotwein ist weich, gehaltvoll und schmeckt einfach köstlich! Auf dem Nebentisch entdecken wir eine Zeitung und unser Blick fällt auf die in großen Lettern gedruckten Worte „Festival della canzone italiana“. Aber natürlich! Das San-Remo-Festival findet ja statt! Doch dieses Jahr scheint es auf dem Festival wirklich heiß her zu gehen. Der Besitzer der kleinen Bar erzählt uns in einem gebrochenen Englisch, dass es einen echten Skandal gab. Der Schlagersänger Giovanni Povia präsentierte wohl tatsächlich einen schwulenfeindlichen Song namens „Luca era gay“ (ital.: Luca war schwul), in dem es um einen jungen, homosexuellen Mann geht, der nach einer Nacht mit einer hübschen Frau plötzlich wieder zum Heterosexuellen wird. Da sind natürlich viele Menschen auf die Barrikaden gegangen und eine große Diskussion ist in Italien entbrannt! Wir sind erschrocken über diesen Vorfall und können es kaum glauben, als Matteo – unser Gastwirt – noch einen drauf setzt und uns von dem bekannten Schnulzensänger Marco Masini berichtet, der auf demselben Festival gesungen hat. Das Lied Masinis heißt „L’Italia“ und beinhaltet unter anderem folgende Strophe: „„E’ un paese l’Italia che c’ha rotto i coglioni“, zu Deutsch: „Italien ist ein Land, das mir auf den Sack geht!“. Jetzt sind wir wirklich baff! Matteo schüttelt den Kopf und geht auf italienisch brabbelnd zurück in seine Küche. Und wir trinken unseren Rossese und können uns nur wundern, was bei dem Schlagerfestival in San Remo gerade so vor sich geht.
Hallo Katharina,
San Remo ist wirklich wunderschön, da hast du Recht. Hatten vor ein paar Jahren mal eine Bahnreise nach Italien (es ist wirklich weniger anstrengend, als es sich anhört… ;-)) unternommen und dort dann glatt mal unseren Aufenthalt um 3 Tage verlängert…Einfach herrlich gelegen das Örtchen, so direkt am Meer mit herrlicher Landschaft rundherum… Viele Grüße, Micha