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Copyright by SandroMancuso/Flickr

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Vor 14 Millionen entstand die größte und imposanteste Schlucht Europas. Sie ist ganze 18 km lang und befindet sich im gleichnamigen Nationalpark auf der wunderschönen griechischen Insel Kreta. Sie ist ein wichtiges Schutzgebiet für Vögel, Wildziegen (Kri Kris) und andere Tiere und ist bei Wanderern ein beliebtes Ausflugsziel. Etwa 300 Grotten befinden sich in den von Regen und Schmelzwasser ausgewaschenen Kalksteinbergen. Wir schmieren uns ordentlich mit Sonnencreme ein, setzen einen Sonnenhut auf und ziehen feste, bequeme Wanderschuhe an. Dann schnappen wir uns unseren Wanderstock und den Trekkingrucksack, der mit Wasser, Proviant und einem Erste-Hilfe-Kasten ausgestattet ist und machen uns auf den Weg in die Samaria Schlucht.

Wir starten an der sogenannten Xyloskala, einer ziemlich steil nach unten führenden Holztreppe. Und während wir uns auf einen langen Abstieg gefasst machen, kommen wir aus dem Staunen kaum heraus, denn der Blick hinunter in die Schlucht ist wirklich beeindruckend! Nach 60 bis 90 Minuten erreichen wir die kleine Kapelle des Agios Nikolaos. Sie steht zwischen mächtigen Zypressen und hier finden wir auch einen Rastplatz mit Bänken für die erste kurze Pause. Weiter geht es durch das immer breiter werdende Tal entlang eines kleinen Baches, den wir mehrmals überqueren. Nach weiteren drei Stunden erreichen wir das verlassene Dorf Samaria. Am Dorfausgang finden wir einen weiteren Rastplatz mit einem Brunnen und beschließen erneut eine kurze Pause einzulegen und eines unser geschmierten Baguettes zu verschlingen. Hmmm… das war lecker! Weiter geht es mit unserer Wanderung, die wirklich anstrengend, aber auch ein fantastisches Naturerlebnis ist. Der weitere Weg durch die Schlucht wird nun immer enger und die Felsen links und rechts von uns ragen majestätisch hoch empor und sind bis zu 600 Meter steil. An der engsten Stelle sind die beiden Felsen gerade einmal 3,5 Meter von einander entfernt und wir befinden uns an der berühmten Eisernen Pforte (Sidiroportes). Nun haben wir es fast geschafft. Das Tal weitet sich und wir stiefeln durch Geröll bis wir die alte Siedlung Palea Agia Roumeli erreichen. Hier kaufen wir uns ein Schiffsticket für die nächste Fähre und nehmen danach erst einmal ein Bad im Meer. Die Erfrischung tut wirklich gut, findet ihr nicht?

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