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Copyright by Cehawe/Pixelio

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Auch Deutschland hat wunderschöne Orte und Plätze, die eine Besichtigung wert sind. Und deshalb entführe ich Euch heute nach Frankfurt am Main, in meine Geburtsstadt. Wie sagte Friedrich Stoltze schon: „Es will mer net in de Kopp enei, wie kann nur e Mensch net von Frankfort sei!“

Heute will ich Euch an das Mainufer bringen, zu der Alten Brücke und ihrem Brückenhahn, dem sogenannten „Brickegickel“. Die Brücke ist gut 800 Jahre alt, wurde aber im Laufe der Zeit schon mindestens 18 Mal zerstört und wieder erneuert. Wir laufen von Sachsenhausen aus über die Brücke und sehen auf der linken Seite die Skyline von Frankfurt. Bei diesem Anblick sind die Spitznamen der Stadt, wie „Mainhatten“, „Bankfurt“ oder „Chicago am Main“, leicht verständlich, denn die großen Banken ragen als beeindruckende Hochhäuser gen Himmel und rauben jedem Besucher der Stadt den Atem. Doch nun muss ich Eure Aufmerksamkeit erneut auf den Brickegiggel lenken, denn zu diesem gibt es eine schöne Sage:

Als die Brücke vor langer Zeit erbaut wurde, verpflichte sich ein Baumeister diese in 100 Tagen zu errichten. Sollte es ihm gelingen, stellte ihm der König einen Sack voll Gold in Aussicht, könne er sein Werk allerdings nicht rechtzeitig vollenden, drohte ihm der Herrscher mit dem Tod. Der Baumeister arbeitete fleißig, Tag und Nacht, doch die Tage vergingen und er sah ein, dass er es in hundert Tagen nicht schaffen würde die Brücke zu vollenden. Der Baumeister war verzweifelt und im Augenblick seiner größten Not erschien ihm der Teufel. Dieser bat ihm an, die Brücke für ihn in der verlangten Zeitspanne fertigzustellen, er verlange nur eine kleine Gefälligkeit. Die Seele des ersten zweibeinigen Lebewesens, das die Brücke am Tag der Eröffnung betreten würde, solle ihm gehören. Der Baumeister ließ sich auf den Pakt ein und so stellte der Teufel die Brücke über Nacht fertig. Die Einweihung der Brücke wurde groß gefeiert und der König bat den Baumeister als erstes die Brücke zu beschreiten, als Zeichen dafür, dass diese sicher gebaut sei. Damit hatte der teufel gerechnet und freute sich, die Seele des Baumeisters zu erhaschen. Der Baumeister verneigte sich vor seinem König, lief ruhig und erhobenen Hauptes in Richtung Brücke und griff nach einem kleinen Käfig. Darin hatte er einen Hahn versteckt, den er nun vor aller Augen über die Brücke jagte. Somit war das erste zweibeinige Lebewesen, das die Brücke betrat ein Hahn. Rasend erschien der Teufe auf der Brücke, zerfetzte den Hahn in der Luft und trat vor Wut zwei riesige Löcher in die Brücke. Dann verschwand er und das Leben des Baumeisters war gerettet. Zum Gedenken an dieses ereignis steht noch heute ein goldener Hahn auf einer Eisenstange auf der Alten Br+cke von Frankfurt.

Mit dieser schönen Geschichte entlasse ich Euch zurück an Euren Schreibtisch. Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug mit Euch!

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